
Carl Fredericksen hat Zeit seines Lebens davon geträumt, die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben und in Südamerika die Paradise Falls zu besuchen. Immer ist etwas dazwischen gekommen Doch nach dem Tod seiner Frau will der 78-Jährige die Pläne endlich in die Tat umsetzen, zumal sein Häuschen per Gerichtsbeschluss einer neuen Shopping Mall weichen soll. Also befestigt er abertausende Ballons an seinem Dach und begibt sich samt Häuschen auf den Weg nach oben. Was Carl zunächst nicht ahnt: Der achtjährige Pfadfinderjunge Russell hat sich heimlich auf die Veranda geschlichen. Als er ihn entdeckt, ist der grantige Rentner zunächst nicht begeistert. Doch Carl hat keine andere Wahl, als die übergewichtige Quasselstrippe Russell mit auf diese Reise zu nehmen, denn den Jungen einfach auf die Straße zu setzen, geht ja schlecht...
Schon die erste Viertelstunde gehört zum Besten, was dieses Genre hervorgebracht hat: In wortlosen Szenen streift man durch das Leben der Fredericksens mit allen Höhen und Tiefen in einer derart athmosphärischen Dichte, dass auch die Hartgesottenen ein Tränchen verdrücken werden - die weiteren 81 Minuten sind natürlich ebenfalls sehr sehenswert.